Clutch als Reststoffverwertung zum Ende des Jahres

Zum Ende des Jahres habe ich ein paar Reststoffe zu kleinen Clutchs vernäht und verschenkt.

Und das erste mal Knöpfe selbst bezogen nur mit Nadel, Faden, Stoff, Knopf und Watte 🙂

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Elfenröckchen

Für eine Weihnachtsfeier musste ganz schnell noch etwas zum Verdecken vom Elfen-Popo her 😂

Ratzfatz habe ich aus einer Decke ein passendes Röckchen zum Kostüm genäht.

Elfenkleid

Turnbeutel die nächste

Die letzten Wochen habe ich (fast) nur Turnbeutel genäht. Ich hatte gelesen, dass in meinem Bezirk in den NUKs Weihnachtsfeiern veranstaltet werden und laut Bedarfsliste Spenden dafür gesammelt wurden, unter anderem Geschenkverpackungen für die Geschenke…

Kurzerhand schrieb ich eine Mail und fragte an, ob denn nicht lieber Turnbeutel als Verpackung für die Geschenke dienen sollten, da die Beutel ja auch schon ein tolles Geschenk sind. Ein paar Bilder schickte ich natürlich mit und erhielt begeisterte Mails zurück 😍

Stoff wurde gesammelt, Kordel bestellt und dann ging es ans Werk – leider war die Beteiligung beim Nähen nicht groß, da wohl alle im Weihnachtsnähstreß sind 😉 Also nähte ich 101 Beutel einfach selbst!😳

Das war was sag ich euch 😓😂 Gefühlsschwankungen pur. Von hach wie toll bis so ein sch…, ich hab kein Bock mehr 😂😂😂

Gott sei dank meldete sich kurz vor Schluss noch eine nette Dame, die auch noch 15 Beutel genäht hatte (und zuckersüße Beanies und Schals), die die kleinsten bekommen haben. Danke nochmal 😘

Eine der Feiern war heute. Und ich liebe Kinderaugen, die so glücklich strahlen!!! Was gibt es besseres? 💜💚❤

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Kuschelkissen mit passender Wärmflasche; die Sache mit der Unterfadenspannung

Es hat vorgestern geschneit 😀 😀 Ich liebe ja Schnee, musste aber leider aufgrund dessen mit der Bahn anstatt mit dem Fahrrad fahren… Und was wünscht Frau sich, wenn Sie mit halb erfrorenen Füßen nach Hause kommt? Eine kuschlig warme Wärmflasche! Da mein alter Bezug kaputt und oll war, hab ich mir doch einfach nen neuen genäht und dabei gleich zwei Dinge ausprobiert – applizieren und Spitze annähen. Passend dazu gab es ein neues Kuschelkissen, da mein altes bei unserer letzten langen Busfahrt liegen blieb 😥

Gesamt

Ich dachte immer Spitze zu nähen wäre schwer, aber ich glaube, ich habe da eine neue Leidenschaft 🙂

Applizieren hat bisher ja mit meiner Maschine üüüberhaupt nicht funktioniert. Alle möglichen Kombinationen von Stichlänge, Oberfadenspannung und Stichbreite habe ich ausprobiert, aber immer kam der Unterfaden hoch… hmmm…  Spontan habe ich mich entschieden, die Unterfadenspannung zu ändern. Zwar hat mir davon bisher jeder abgeraten, weil sie so empfindlich ist, vorjustiert und und und, aber ich habs einfach getan! Gott sei dank!

Es ist nicht aufwendig, man muss nur an einer Schraube drehen – aber das mit Gefühl. Fast eine halbe Umdrehung hat meine gebraucht, und dann lief es perfekt!!! Ich bin so dankbar, dass ich mir den Mut gefasst hab und es dann noch funktioniert hat!!! Zwar ist es nicht perfekt, aber für meine Maschine ein Riesenfortschritt!

Torröööö

smillanaehevent12Mein genähter Elefant mit smilla Mitarbeiterin, ist er nicht niedlich?!?

Mittlerweile wird er wahrscheinlich schon viele Kuschelstunden hinter sich haben. Im Oktober veranstaltete smilla ein Benefiz-Nähevent für das Kinderhospiz Berliner Herz. Genäht wurden aus Stoffresten Kissen, Kirschkernkissen, eine große Patchworkdecke und die süßen Elefanten ❤ ❤ ❤

Ich dachte übrigens bisher ICH könnte nicht applizieren, aber NEIN, meine MASCHINE kann es nur nicht… Genäht wurde an einer Pfaff und ich kann euch sagen, einmal den Unterschied wahrgenommen, kann man nie wieder ohne Wehklagen an einer, ich sage mal sehr „günstigen“, nähen. Einen genauen Artikel und auch alle anderen Bilder könnt ihr auf smillas Blog nachlesen.

Turnbeutel, Ehrenamtliche, SEW A SMILE

Wir alle sind Zeugen, was gerade auf der Welt geschieht #Syrien, #Kosovo, #Albanien, #Serbien, #Irak, #Afghanistan, #Mazedonien, #Eritrea, #Nigeria, #Pakistan, #Gambia ……

Krieg, Verfolgung, Diskriminierung, Unterdrückung, Demütigung, körperliche Misshandlung, wirtschaftliches und soziales Elend, Menschenrechtsverletzungen, grausame Folter. All das sind Gründe, warum Menschen es auf sich nehmen, ihre Heimat zu verlassen um hoffnungsvoll in eine menschenwürdige Zukunft zu blicken. Die Wanderung nur mit dem was man tragen kann, begleitet von Tod #Aylan Kurdi , Abgrenzung #border, Hunger, Kälte, Nässe, Krankheit und doch immer ein Ziel vor den Augen – ein menschenwürdiges Leben.

Hier in Berlin kommen viele von Ihnen an. In Massen. Überforderung der Behörden, Wohnungsmangel, zu wenige Bearbeiter ….und Ehrenamtliche wohin mein Auge blickt. Sie geben mir den Glauben an die Menschheit wieder, den Glauben, dass wir alle gemeinsam, egal welcher Herkunft, welcher Religion, GEMEINSAM FÜREINANDER sind. Ich danke euch allen aus tiefstem Herzen!

Jemand sagte zu mir letztens, „Ist ja alles schön und gut was du machst, aber du darfst dich nicht aufopfern, hast ja ein eigenes Leben und eigene Probleme“. Ich glaube: NIEMAND opfert sich hier auf, der abends in seine warme Wohnung zu seinem warmen Essen zurückkehrt, der jeden morgen genüsslich seinen Kaffee mit Milch und Zucker genießen kann und Zeit mit seinen lieben verbringen darf. Als ich mal am LAGESO am Wasserstand geholfen habe, sagte Ralf (der oft dort steht) zu mir (die ich nach nur ein paar Stunden vollkommen überfordert von den Eindrücken war) sinngemäß: „Ach weißt du, ich verbringe meine Freizeit viel lieber damit, hier zu sein, zu helfen. Ich bin an der frischen Luft und mache etwas sinnvolles. Zuhause säße ich wahrscheinlich auf der Couch und würde vor dem Fernseher entspannen.“ Wie wahr.

Soviele Aktionen brauchen Unterstützung, soviele Freiwillige versuchen zu leisten, was ein Volk, das zusammensteht, leisten sollte. Für das Gemeinwohl.

Da ich liebend gerne nähe, dies ein Nähblog ist und ich mir einbilde das auch wirklich gut zu können 😛 suche ich immer wieder nach neuen Ideen. September stieß ich dann bei Gesichtsbuch auf eine Aktion, die zum muslimischen Opferfest in allen Berliner Notunterkünften ein kleines „Fest“ veranstalten wollte, um für etwas Ablenkung zu sorgen (die in den NUKs so dringend gebraucht wird, da die Menschen dort monatelang „warten“). Für die Kinder sollte es Geschenke geben – gesammelte Spenden in selbstgenähten Turnbeuteln ❤ ❤ . Super Idee, ich bin dabei!

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1 probegenäht und dann 47 individuelle Turnbeutel in Massenproduktion 😉 sind damals entstanden, einer schöner als der andere. Eine Anleitung gab es kostenlos. Auch andere nähten, und so kamen wir auf über 400 Beutel und Taschen, die gepackt werden mussten. Die liebe Ele stellte uns ihr Wohnzimmer zur Verfügung und packte mit uns von morgens bis in die Nacht die Beutel mit all den schönen Spenden, Bälle, Stifte, Blöcke, Süßigkeiten und und und…

Das Fest war wunderschön, die strahlenden Kinderaugen werde ich nicht vergessen. Und auch nicht das Mädel in weißem Kopftuch, die mich immer schüchtern anlächelte und nach dem Verteilen der Beutel darauf bestand, mir einen Schokoriegel zu schenken, mit den Worten „Eid Mubarak“ auf Deutsch: „ein schönes Fest“ :* Danke!

Da ich ja nun geübt bin im Turnbeutelnähen, mache ich bei der Gesichtsbuchaktion „sew a smile“ mit –  die ich euch kurz vorstellen möchte:

Logo_Blog_230pxSew A Smile – Wie eine simple Idee zu einer
bundesweiten Bewegung wird.

Die Idee: Wie transportiere ich, als Flüchtender, mein weniges Hab und Gut? Worin meinen Pass, meine Zeugnisse, mein Spielzeug?
Taschen, Rucksäcke und Beutel sind in den Kleiderkammern Mangelware.

Die Umsetzung: SEW A SMILE gibt es seit Anfang September. Die Idee dazu hatte Maren Ruhstorfer (aus Dietramszell) gemeinsam mit Nici Augustin (Purfing bei München). Die Online-Näh-Community ist groß, bis dato hatte aber noch niemand eine Aktion für Näherinnen ins Leben gerufen. Inzwischen investieren 2275 Frauen (von der Oma bis zum Hipster-Girlie) ihre Freizeit, Organisationsfähigkeiten und Nähkünste für Menschen, die sie nicht kennen und deren Schicksal sie doch berührt.

 

Seitdem, nähe ich Beutel, Beutel und… ach ja genau, Beutel 😉

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Diese 40 Beutel gingen an eine NUK für unbegleitete Minderjährige, danke an alles-für-selbermacher für die Stoffspende! Der blaue ist ein fester Planenstoff denke ich, perfekt für die Beutel!!!

Nachdem der Artikel vieeeel länger als geplant war ein kleiner Aufruf:

Wir fleißigen Näherinnen benötigen Stoff- und !!Kordelspenden!!. Außerdem kann man sich als BeutelPate bei uns melden. Sollte man keine Möglichkeit zum Nähen haben, kann man die Beutel befüllen.

Blogneustart

Leider war es hier ja seit einem Jahr seeehr ruhig. Streß, nicht die passenden Fotos, keine Zeit zum Schreiben, keine passenden Worte… hach, die Liste war lang.

Aber NUN habe ich mir vorgenommen wieder regelmäßig zu schreiben, denn untätig bin ich ja nicht 😉 Ich liebe es zu nähen, zu basteln und einfach nur kreativ zu sein ❤ ❤ ❤

Was das Verfassen von Texten angeht bin ich leider nicht so begabt, vielleicht werde ich daher mehr Bilder als Worte zeigen, das steht aber noch in den Sternen.